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Gabriele Conrad
Beruf: Diplom Sozialarbeiterin, Suchttherapeutin, DRV
Alter:
58 Jahre
Einrichtung:
STZ Beratungsstelle Harburg
Seit wann bei Martha?
2004
Warum arbeitest du in der Martha Stiftung? Was bedeutet die Martha Stiftung bzw. deine Einrichtung für dich?
In die Martha Stiftung bin ich 2004 gekommen. In der STZ Fachklinik war die Stelle für eine Suchttherapeutin ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und arbeitete zunächst in der Fachklinik. Seit 2008 bin ich in der STZ Beratungsstelle Harburg tätig.
Was macht eine Suchtberaterin/Suchttherapeutin bzw. was sind ihre wichtigsten Aufgaben?
Die Aufgaben in einer Suchtberatungsstelle sind sehr vielfältig. Jeder und jede von uns hat eigene Schwerpunkte. Die wichtigste Aufgabe einer Suchtberaterin/Suchttherapeutin ist jedoch vor allem die Beratung von Menschen mit einer Suchterkrankung. Die Menschen, die uns in der Beratungsstelle aufsuchen, konsumieren vor allem Alkohol, Cannabis, Kokain oder andere Suchtmittel oder sind abhängig vom Glücksspielen. Wir zeigen den Menschen Wege auf, wie sie aus der Sucht herauskommen können und vermitteln sie auch weiter, beispielsweise in stationäre Therapien wie in der STZ Fach- oder Tagesklinik.
Wir beraten auch Angehörige oder Menschen aus dem persönlichen Umfeld der Betroffenen. In der Beratungsstelle bieten wir außerdem ambulante Suchttherapien an, diese werden von Suchttherapeut:innen durchgeführt.
Wie kann man sich deinen Arbeitstag/Arbeitsplatz vorstellen?
In der STZ Beratungsstelle Harburg sind wir ein Team von sechs Sozialpädagog:innen/Suchttherapeut:innen und einer Verwaltungskraft. Es gibt feste Öffnungszeiten, in denen die Menschen entweder ohne Anmeldung in die offenen Sprechstunden kommen können oder mit vorher vereinbarten Terminen zu festen Beraterin:innen und im Einzelgespräch individuell beraten werden. Das Ziel für die allermeisten Menschen, die zu uns kommen, ist die Abstinenz vom Suchtmittel oder die Spielfreiheit. Wir informieren über die unterschiedlichen Hilfsangebote und Hilfeformen, vermitteln in stationäre oder ambulante Therapien und führen auch selber längerfristige Beratungen und ambulante Therapien durch.
Was für Arbeitszeiten hast du?
Ich habe feste Arbeitszeiten, in der Regel von 9-18 Uhr. Einmal in der Woche findet abends die Gruppentherapie statt. Dann arbeite ich bis 19:30 Uhr.
Wie kann man Suchtberaterin/Suchttherapeutin werden? Welchen (Schul-)Abschluss braucht man?
Um Suchtberaterin zu werden braucht man die Fachhochschulreife/Abitur, um anschließend das Studium der sozialen Arbeit zu absolvieren. Wenn man als Suchttherapeutin arbeiten möchte, ist es erforderlich, nach dem Studium und mit entsprechender Berufserfahrung eine dreijährige therapeutische Zusatzausbildung zu machen. Diese Ausbildungen werden von Instituten, wie z.B. dem HIGW, berufsbegleitend am Wochenende durchgeführt.
Welche persönlichen und fachlichen Stärken/Fähigkeiten braucht man für deinen Beruf?
Neben den fachlichen Stärken, wie beispielsweise Techniken der Gesprächsführung und Suchtmittelkunde, sollte man sich gut in andere Menschen einfühlen können. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, sich gut abgrenzen zu können, um die Probleme der anderen Menschen nicht mit nach Hause zu nehmen.
Du bist eine wichtige Ansprechpartnerin für Menschen, denen es häufig gesundheitlich und/oder seelisch nicht gut geht. Wie gelingt es dir ihr Vertrauen zu gewinnen? Kann man das lernen bzw. gibt es dafür besondere Techniken?
Am Allerwichtigsten ist es meiner Meinung nach, offen zu sein für die Nöte und Probleme der Hilfesuchenden. Dafür braucht es, eine gute Zuhörerin zu sein. Ich kann allen nur empfehlen, mit Humor an die Arbeit zu gehen. In meinen Therapien lachen wir sehr viel. Das erleichtert einiges. Das kann man auf jeden Fall lernen, und mit der Erfahrung wird man immer besser.
Kannst du am Feierabend abschalten oder nimmst du die Menschen/die Arbeit mit nach Hause? Gehst du öfter fröhlich oder traurig nach Hause? Hast du Tipps und Tricks für uns?
Manchmal bin ich nach einem langen Arbeitstag schon erschöpft. Wie bei jeder Arbeit, wo man viel gibt, ist es wichtig, persönliche Ausgleiche zu haben, um Kraft für sich selber zu sammeln. Mir ist z.B. Sport sehr wichtig, ich mache Yoga und gehe reiten. In der Natur kann ich total gut auftanken. Ich gehe in den Wald oder arbeite im Garten. Seit vielen Jahre meditiere ich auch, um achtsam und gelassen zu bleiben. Wie gesagt, Humor und Lachen ist super. Und natürlich auch, sich selber mal jemanden zum Reden suchen.
Ryutaro Shigetomi
Altenpfleger/ Praxisanleiter
Seniorenzentrum St. Markus
Nele Wacker
Heilerziehungspflegerin
in Ausbildung
Hilde-Wulff-Haus (Erlenbusch)
Funda Atici
Soziale Betreuerin
Martha Haus
Kontakt
Sie wollen persönlich mit uns sprechen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf bzw. auf Ihre Nachricht.

Martha Stiftung
Geschäftsstelle
Eilbeker Weg 86
22089 Hamburg
Tel. (040) 20 98 76-0
Fax (040) 20 98 76-99
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