Die Martha Stiftung ist Mitglied im Diakonischen Werk Hamburg.
Unser Leitbild
1. Menschenbild
Im Zentrum des STZ steht der Mensch in seiner Einmaligkeit. Wir sehen jeden Menschen mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Begabungen und Potentialen und mit seiner Bedürftigkeit.
Wir nehmen ihn in seinem Gewordensein sowie in seinen sozialen Bezügen wahr und begegnen ihm mit liebevoller Annahme, Respekt und Wertschätzung.
Vor dem Hintergrund unserer Sicht, dass jedem Menschen Selbstheilungskräfte und das Bestreben zur Weiterentwicklung innewohnen, verstehen wir Sucht als einen Lösungsversuch für Probleme des Lebens, der Weiterentwicklung verhindert.
2. Wertschätzendes Handeln und Ethik
Das heißt für uns im täglichen Handeln, Menschen mit Suchtproblemen auf dem Weg zu mehr Selbstverantwortung und Unabhängigkeit achtsam, aufmerksam und authentisch zu begleiten. Voraussetzung dafür sind wertschätzende Haltung, Anerkennung und respektvolle Kommunikation - auch im Team.
3. Selbstfürsorge
Wir gehen davon aus, dass ohne ausreichende Selbstfürsorge die Sorge für andere Menschen nicht gelingen kann.
In der Arbeit mit suchtmittelabhängigen Menschen nehmen wir insbesondere Grenzen bei uns selbst und anderen wahr; wir respektieren sie und wir setzen sie auch.
Unsere Arbeit lebt von der Freude und Neugier sowie der Lust zur Gestaltung. Damit jede und jeder Einzelne seine berufliche und persönliche Identität einbringen und weiter entwickeln kann, braucht es Handlungsspielräume für jeden Arbeitsplatz.
4. Fachlicher Rahmen und Arbeitsbedingungen
Fachlicher Rahmen unserer Arbeit ist die Gesundheitsdefinition der WHO. Dies beschreibt die Funktionsfähigkeiten des Menschen im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich sowie dessen Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe. Die Professionalität unserer menschlich engagierten Arbeit basiert auf wissenschaftlich fundierten Standards der Suchtbehandlung.
Dazu gehören regelmäßige, auch berufsgruppenübergreifende Teambesprechungen, Supervision sowie Fort- und Weiterbildung.
Wesentliche Bedingung für die Qualität unserer Arbeit ist ein Arbeitsplatz mit ökonomischer Sicherheit, gesundheitlicher Fürsorge und transparenten Leitungsstrukturen. Mitgestaltungsmöglichkeiten und Autonomie im Rahmen der Arbeitsaufgaben stärken unsere gemeinsame Verantwortung für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit des STZ.
5. Selbstverständnis der Einrichtung
Das SuchtTherapieZentrum Hamburg bietet mit seinem ambulanten, stationären und komplementären Bereich Hilfen für Frauen und Männer in unterschiedlichen Phasen ihrer Suchterkrankung. Unsere Hilfsangebote richten sich auch an Angehörige und Kinder suchtkranker Menschen.
Die Qualität unserer Arbeit basiert auf der Verbindung von Fachkompetenz, Erfahrung, zeitgemäßem Arbeiten und der Umsetzung unserer ethischen Prinzipien.
Durch eine enge Kooperation der einzelnen Bereiche erleichtern wir unseren PatientInnen den Übergang von einer Therapiephase in die nächste.
Die Größe unserer einzelnen Abteilungen ist so gestaltet, dass sie ein individuelles therapeutisches Arbeiten sowie den persönlichen Kontakt zwischen PatientInnen und Mitarbeitenden ermöglicht.
Die Wiedereingliederung in das familiäre, soziale und berufliche Leben wird durch unsere stadtnahe Lage in hohem Maße gefördert.
6. Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Das SuchtTherapieZentrum Hamburg ist Mitglied im Verbund der diakonischen Einrichtungen und ein Teil des Hamburger Suchthilfesystems.
Wir beteiligen uns aktiv und innovativ an einer Weiterentwicklung der Angebote für Menschen mit Suchtproblemen.
Unsere Öffentlichkeitsarbeit zielt darauf, über Suchtmittel und süchtiges Verhalten aufzuklären. Wir wollen für die Suchtproblematik sensibilisieren, um Verständnis und Akzeptanz für Suchtmittelabhängige werben und Mut machen, sich für Wege aus der Sucht zu entscheiden.